Detmold, 07.07.2019, von Kathrin Schulte-Braucks

Gegen die Fluten: Zugtruppübung in Detmold

Hochwasser in Schlüsselburg: Seit dem 04.07.2019 ist der Wasserstand der Weser aufgrund starker Regenfälle im Kreis Minden-Lübbecke stark angestiegen. Es kommt zu ersten Überschwemmungen im Bereich Petershagen, Schlüsselburg, Ilvese, Müsleringen und Heimsen. Daraufhin kommen Feuerwehr und THW zum Einsatz, um die Deiche zu verteidigen und die Ortschaften vor dem Hochwasser zu schützen. Dies war das Szenario einer Übung der Zugtrupps des THW-Regionalbereichs Bielefeld, welche durch die Regionalstelle Bielefeld in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen Führung und Kommunikation (FK) aus Detmold und Dortmund organisiert wurde.

Abfahrt in Dortmund (Foto: THW Dortmund/ B. Stankewitz)

Bereits am Vorabend der Übung am 05.07.2019 reiste die FK Dortmund nach Detmold, um ihre Führungsstelle bestehend aus Führungs- und Lageanhänger und Führungs- und Kommunikationskraftwagen aufzubauen. Die Führungsstelle diente dabei der Übungsleitung als Arbeitsraum.

Nach einem gemeinsamen Grillen und Übernachtung im Ortsverband Detmold ging es am nächsten Samstagmorgen früh weiter: Fünf Zugtrupps aus dem Regionalbereich Bielefeld und eine Führungseinheit der freiwilligen Feuerwehr Lügde übernahmen nach einer Lageeinweisung die Führung der ihnen unterstelten Einheiten in den diversen Einsatzabschnitten. Mit zunehmendem Wasserstand der Weser drohten die Deiche aufzuweichen und zu brechen. Aufgabe der Zugtrupps war es nun, die Deichverteidigung in ihren Einsatzabschnitten vorzunehmen und bei Bedarf entsprechende Evakuierungsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu organisieren.

Die Übungsleitung setzte sich aus Mitgliedern der Fachgruppen FK Detmold und Dortmund, Mitarbeitern der Regionalstelle, sowie weiteren Unterstützern von THW und Feuerwehr zusammen. Sie spielte dabei die Einsatzaufträge für die Zugtrupps über Funk ein und simulierte zudem die ihnen unterstellten Einheiten. Dabei war es Aufgabe der Übungsleitung, die Rahmenbedingungen des Einsatzszenarios möglichst konsistent darzustellen, beispielsweise die Sandsacklogistik, die Versorgung mit Betriebsstoffen und die Nachführung angeforderter Einheiten.

Nach Übungsende gab es für alle Übungsteilnehmer die Möglichkeit, sich die Darstellung der Lage in den Führungsfahrzeugen der anderen Zugtrupps und in der Führungsstelle der Übungsleitung anzusehen und sich über verschiedene Möglichkeiten der Lagedarstellung und Einsatztaktik auszutauschen. Nach einer gemeinsamen Abschlussbesprechung und Rückbau traten schließlich alle die Heimreise an. Der Dank der FK Dortmund geht an den Ortsverband Detmold für die Unterbringung und an die dortige OV-Küche für die allzeit gute Verpflegung.

 


  • Abfahrt in Dortmund (Foto: THW Dortmund/ B. Stankewitz)

  • Aufgebaute Führungsstelle am Abend (Foto: THW Dortmund/ B. Stankewitz)

  • Aufgebaute Führungsstelle am Morgen (Foto: THW Dortmund/ K. Schulte-Braucks)

  • Übungsteilnehmer von Feuerwehr und THW (Foto: THW Dortmund/H. de Jong Posthumus)

  • Zugtrupp aus Detmold(Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Zugtrupp aus Gütersloh (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Stabsarbeit in der Übungsleitung (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Fernmeldezentrale (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Simulation der unterstellten Einheiten über Funk (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Lagedarstellung (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Lagedarstellung (Foto: THW Dortmund/ B.Stankewitz)

  • Abschlussfoto (Foto: THW Dortmund/U. Kampmann)

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