Lünen, 20.05.2018, von Markus Schäfer, Kathrin Schulte-Braucks

Einsatz bei Brand in Lünen

Am 20.05.2018 kam es zu einem Brand bei einem Recyclingbetrieb in Lünen. Das THW wurde zur Unterstützung der Löscharbeiten von der Stadt Lünen angefordert. Es sollte ein länger andauernder Einsatz werden. Das Ablöschen des brennenden Plastikmülls erwies sich als langwierig. Mittels mehrerer Radlader wurde der Müll Schaufel für Schaufel weggebracht und gelöscht, dabei kam neben privaten Radladern das Bergungsräumgerät des THW Lünen zum Einsatz. Schließlich wurde auch die Fachgruppe Räumen (FGr R) des THW Dortmund angefordert. So machten sich auch sechs Helfer der Fachgruppe Räumen aus Dortmund inklusive Radlader auf den Weg zum Einsatzort. Aufgrund der Rauchentwicklung musste unter Atemschutz gearbeitet werden.

Einsatz der Radlader bei den Löscharbeiten (Quelle: THW Lünen)

Die Fachgruppe Räumen des 2. Technischen Zuges bekam schon morgens eine Voralarmierung mit der Information, dass in Lünen ein Recyclinghof brennt und dort bereits die Fachgruppe R des OV Lünen im Einsatz sei. Sofort begann die Vorbereitung für den möglichen Einsatz. Daher wurde das Bergungsräumgerät (BRmG) inkl. Anbaugerät verladen und abfahrbereit auf dem Gelände des THW Dortmund in Stellung gebracht. Zudem mussten sich die Helfer ebenfalls entsprechend vorbereiten, da mit einen Einsatz unter Atemschutz zu rechen war. Sprich, der Bart musste ab! Und das gleich dreifach!

Einsatzbeginn

Gegen Mittag wurde die Fachgruppe dann auch abgerufen, um ab 16:00 Uhr Aufgaben an der Einsatzstelle zu übernehmen. Nach der Ankunft ging das alles zügig und als eingespieltes Team wurde das BRmG vom Tieflader abgeladen, während der Gruppenführer vom Untereinsatzabschnittsleiter THW an der Einsatzstelle eingewiesen wurde.

Einsatzauftrag

Die FGr R bekam den Auftrag, mit dem BRmG den brennenden und glimmenden Metall- und Kunststoffschrott von der Brandstelle aufzuladen, von der Feuerwehr ablöschen zu lassen und an einer separaten Abladestelle wieder abzukippen. Dabei durften natürlich die Löscharbeiten an der Brandstelle nicht gefährdet werden. Was nicht einfach war, da die Gegebenheiten relativ beengt waren und parallel mit einem weiteren BRmG des OV Lünen gearbeitet wurde. Und das ganze natürlich unter Atemschutz!

Schwierige Arbeiten unter Atemschutz

Um effektiv arbeiten zu können, wurden die Einsatzgebiete der beiden BRmG aufgeteilt. Das erste holte den Schrott aus dem Brandherd und kippte es auf dem Hof ab. Dort wurde der Schrott weiter abgelöscht, während das zweite BRmG den Schrott, der teilweise schon verbacken war, auseinander zog. Dann wurde er auf dem Abladehaufen geschoben. Nachdem die ersten Atemluftflaschen verbraucht waren, wurde der erste Fahrerwechsel eingeleitet. Zu dem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr auch entschieden, dass kein umluftunabhängiger Atemschutz mehr erforderlich war und die Verwendung von Maske mit Filter ausreichte. Also wurde ab dem Zeitpunkt bis zur Einsatzablösung weiter unter Maske und Filter gearbeitet.

Einsatz bis in die Nacht

Unter einem Rhythmus eines ca. einstündigen Fahrerwechsels hat die FGr R Dortmund bis zur Ablösung um 24 Uhr an ihrem Einsatzauftrag gearbeitet. Zur Ablösung wurde das BRmG an den OV Lünen übergeben, welcher dieses bist zu Einsatzende in der Nacht weiter betrieben hat. Weitere THW-Kräfte aus Lünen und Kamen waren damit beschäftigt, die Müllbündel auseinander zu schneiden und die Einsatzstelle zu beleuchten. Insgesamt zog sich der Einsatz bis zum Montagmorgen, bis die letzten wiederaufflammenden Glutnester endgültig abgelöscht werden konnten.


  • Einsatz der Radlader bei den Löscharbeiten (Quelle: THW Lünen)

  • Einsatz der Radlader bei den Löscharbeiten (Quelle: THW Lünen)

  • Feuerwehrfahrzeuge an der EInsatzstelle (Quelle: THW Dortmund)

  • Müllberge (Quelle: THW Dortmund)

  • Bergungsräumgerät im Einsatz (Quelle: THW Dortmund)

  • Einsatz unter Atemschutz (Quelle: THW Dortmund)

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